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Schrei nach Liebe

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Teil 1

Ich saß wie jeden Freitag in der vierten Stunde hinten in der letzten Reihe und versuchte der Mathelehrerin ansatzweise zu folgen,aber es geling mir nur gering.
Zum fünften mal in 10 Minuten holte ich mein Handy aus meiner Jackentasche und zählte die wenigen Minuten bis zum erlösenden Klingeln….
Ich schlenderte mit hunderten von Schülern aus dem Schulgebäude raus und setzte meinen Weg in Richtung Raucherecke fort.Ich bin zwar erst 14 Jahre alt,aber die beruhigende Wirkung einer Zigarette konnte ich mir nach dieser Mathestunde nicht verkneifen.
„Hey kleine.Kann ich mir bei dir mal ne Kippe schnorrn?“ hörte ich jemanden hinter mir sagen.Ich musste mich gar nicht erst umdrehen,ich erkannte diese Stimme unter millionen Stimmen.Es war Mike,einer der wohl unbeliebtesten Schüler an der ganzen Schule.Dabei verstand ich das gar nicht.War er denn wirklich nur so unbeliebt weil er ein Punk war???
Ich meine,ich steh auch nich wirklich auf Punks,aber dabei war er doch ganz nett.
Ich drehte mich zu ihm um und streckte ihm eine Kippe entgegen „Das is jetzt aber die letzte die ich dir geben werden.Mittler Weile schuldest du mindestens schon eine ganze Schachtel“ sagte ich ihm frech ins Gesicht.Mike überhörte meine Äußerung gekonnt und zog genüsslich an dem Stummel.Wie jede Pause ernteten wir beide böse Blicke aus allen Richtungen.
Von allen Seiten kam irgendein Spruch,die mir alle schon zum Hals raushingen.Die lassen sich ja nie etwas neues einfallen,immer sind es die gleichen Sprüche wie „Hast du auch noch andre Klamotten außer schwarz?“ oder „verpiss dich…das hier ist eine Raucherecke für sozial und vor allem für BELIEBTE Schüler.“ Langsam konnte ich die sprüche schon mitreden.
Ich setzte meine Unterhaltung mit Mike fort bis es plötzlich still wurde und nur noch wenige schüler neben mir standen.Aus irgendeiner Richtung rief einer „Achtung!!! Pinter im Anmarsch!!“ „Fu.. das hat mir jetzt echt noch gefehlt“ fluchte ich und warf noch schnell meinen rest an kippe ins gebüsch.Ich drehte mich um und wollte unauffällig in richtung kiosk verschwinden,doch ich kam nicht weit. „Fräulein Meyer! Komm doch mal mit ins Sekretariat!!“ sagte Frau Pinter mit einer gespielt fröhlichen Stimme zu mir.Ich nickte freundlich und schlich hinter F.Pinter zum Sekretariat.Mir jagten tausend Flüche durch meinen kleinen wirren kopf,bis ich um die ecke des lehrerzimmers bog.
Was is da sah verwunderte mich keines wegs.Ich musste eher darüber schmunzeln.War ja klar,dass die Kaulitz Brüder nicht einen Tag ohne Ärger am hals zu haben verbringen können.
Ich verknief mir ein lachen als ich mit an den beiden vorbei ging.Vor dem sekretariat angekommen drehte sich die Pinter zu mir um und zischte mir ein „ich komme gleich wieder und wehe du bist dann nicht mehr hier an ort und stelle“ zu.Ich wartete bis ich die alte Hexe nicht mehr sehen konnte und dreht mich gleich zu den beiden Brüdern um.
„Na?Was habt ihr dieses mal wieder angestellt?“fragte ich grinsend.Die beiden sahen zu mir auf und konnten sich ebenfalls das grinsen nicht verkeifen.
Ich kannte die Kaulitz Brüder schon seit wir 6 jahre sind.Sie sind damals mit ihrer Mutter in unser Nachbarhaus eingezogen.Am Anfang war es etwas schwer etwas mit den Brüdern anzufangen,aber wenn man sie mal richtig kennengelernt hatte dann konnten sie die besten freunde sein. Tom antwortete wie gewohnt frech „das geht dich gar nichts an.sag du lieber erstmal warum du hier erscheinen musst.“ Bills Augen blitzen mich frech an.Bill sah sowieso immer mit seinen klamotten und seinem gewagten stil frech aus,aber gerade das gefiel mir an ihm.Tom dagegen faszinierte mich immer wieder mit seinen lässigen sprüchen.Er hatte echt auf alles und jeden eine antwort.
Ich wollte gerade Tom eine antwort an den kopf werfen,als die Pinter auch schon wieder auf mich zu steuerte.Ich sah noch einmal zu den beiden Brüdern und formte „Bus“ mit meinen lippen.Ich wusste,dass sie verstanden was ich ihnen damit sagen wollte…

Teil2
Ich nahm auf einem der Stühle platz und ließ das Donnerwetter über mich ergehn „Ich bin sehr enttäuscht von dir Paula.Du bist doch erst 14 Jahre alt und treibst dich schon in der Raucherecke herum….“ Ich setzte nur einen unschuldigen Blick auf und nickte ab und zu mal kurz. „Du weißt was das heißt!Das ist jetzt schon dein zweiter verweis in einer Woche.Noch einmal so eine Aktion und du fliegst von der Schule.Ist dir das klar?“ Ich nickte und verließ das Zimmer.Draußen auf dem Gang ging ich schnellen schrittes auf den schulhof zu.Ich konnte mir ein lautes lachen nicht verkneifen.Ein paar andere Schüler sahen mich komisch von der seite an,aber das war mir in dem moment einfach egal und ich ignorierte es.Mein Magen fing an zu knurren,doch ich kam nicht mehr dazu mich am kiosk anzustellen,denn es klingelt schon wieder zur fünften stunde.Fluchend und mit einem knurrenden magen lief ich zum Biologiesaal und vertrieb mir die zeit damit mir darüber gedanken zu machen,was die Kaulitz Brüder wohl angestellt hatten.Mir gingen tausend Vorstellungen durch den Kopf,doch keine vorstellung kam mir wirklich plausibel vor.Ich konnte also nichts andres machen als auf die Busheimfahrt zu warten.erschreckender weise gingen die letzten zwei schulstunden ziemlich schnell rum.Mit einem grinsen auf dem gesicht stieg ich in den bus ein und konnte in der letzten reihe schon die dreadlocks von Tom erkennen.Ich setzte mich eine reihe vor die beiden und drehte mich zu ihnen um „Los jetzt sagt doch endlich was ihr gedreht habt.“
Bill und Tom fingen an zu grinsen „Wir sind rausgeflogen.“ Sagte Bill und musste jetzt noch breiter grnsen.Ich musste schon wieder lachen,wie schaffen die beiden das nur immer wieder mich so zum lachen zu bringen,fragte ich mich. „Jetzt wurdet ihr schon in verschiedenen Klassen versetzt und trotzdem fliegt ihr gleichzeitig raus.Habt ihr euch irgendwie angesprochen oder was?“ fragte ich verwundert.Dieses mal antwortete Tom „Nein wir haben nichts abgesprochen.Das war reiner zufall.Ich bin zuerst rausgeflogen,weil ich mal wieder meine klappe nich halten konnte und kurz drauf is dann Bill auch rausgeflogen.“ „Joa und dann haben wir uns auf dem gang gekappelt…das wurde etwas laut und so wurden wir dann zum direktor geschickt. Und weshalb bist musstest da antanzen?“ fragt mich Bill.
„Ach die dumme Pinter hat mich in der Raucherecke erwischt“ sagte ich und winkte ab.
Der Bus bog in unsere Straße ein und wir stiegen aus.Wir verabschiedeten uns und jeder ging in sein Haus.Ich aß und dachte dabei über alles mögliche nach,bis mich das telefon aus meinen gedanken riss.ich stand mürrisch auf und lief zum telefon „Ja?“ „HEY ich bins.“ Brüllte Tom ins Telefon. „Man ey.ich bin nicht taub.was is denn?“ „oh ´tschuldigung…ich wollt dich nur fragen ob du nachher mit uns zur probe kommen willst.“ „Wow,deswegen hast du jetzt angerufen und störst mich beim essen?“ „du weißt doch das ich faul bin…“ lachte Tom in den Hörer „…und was is jetzt??kommste mit?“ Ich holte tief luft und wollte antworten,doch ich wurde von Bill unterbrochen.Ich hörte Bill „Und??haste ihr auch gesagt dass ich ein neues lied hab?“ schrein,Tom lachte leise auf und sagte zu mir „jetzt muss ich’s dir ja nich mehr sagen.ich denke das du den schreihals gehört hast“ „wie schon gesagt ich bin nich taub und ich habe ihn laut und deutlich verstanden.Ich komm dann nachher so gegen 16 uhr bei euch vorbei.is das ok oder is das schon zu spät?“ „nein nein.das is in ordnung.ich ruf dann noch georg und gustav an und sag denen bescheid.“ „okidoki.bis nachher dann“ ich wartete noch eine antwort ab und legte dann auf.Auf mein essen hatte ich jetzt keinen hunger mehr,also beschloss ich noch duschen zu gehen bevor ich mich auf den weg machte…

Teil 3
Ich stand im Flur vor dem großen Spiegel und begutachtete mich.Dabei zupfte ich mal dort an meinem top und mal dort an meinem Jeansbund rum.Als ich mit meinem aussehn zufrieden war,schlenderte ich rüber zu den Kaulitz.Kaum war ich auf dem grundstück der kaulitz,da wurd ich auch schon von Scotty mit lautem gebelle begrüßt.Ich streichelte ihn kurz und klingelte dann an der haustür.Es dauerte auch gar nicht lange und Bill öffnete mir die Tür.
Ich musste ein lautes lachen unterdrücken.Bill hatte sich doch tatsächlich schwarzen lidschatten draufgeschmiert.Die seite kannte ich an Bill ja noch gar nicht.Hinter Bill hörte ich Tom,wie er krampfhaft versucht in seine schuhe reinzukommen.Ich drückte mich an Bill vorbei und bückte mich zu Tom runter „Na?Braucht das kleinkind hilfe beim schuhe anziehn?“ „haha..sehr witzig.“ Antwortete Tom leicht patzig.Ich drehte mich noch mal zu Bill um,um auch sicher zu sein das er uns nicht beobachtete. „Sag mal.Was ist denn in deinen Bruder gefahren?Seit wann schminkt der sich denn?“ flüsterte ich Tom zu.Der wiederum musste lachen und antwortete grinsend „das macht der schon seit der letzten halloween-party.Halt nur nich in der schule.“ Ich grinste mir einen und schüttelte mit dem kopf….
Im Proberaum angekommen begrüßten wir erstmal Gustav und Georg.Nachdem die vier die neusten news ausgetauscht hatten,fingen sie dann endlich mit der probe an.Ich lehnte mich gemütlich auf das sofa zurück und beobachtete das geschehn.Ab und zu musste ich wegen Bills bewegungen anfangen zu lachen.Der kann sich aber auch nie zurück halten mit seinem rumgefuchtle.Nach 5 Songs machten sie eine kurze pausen und gesellten sich wieder zu mir…

Teil4
Da fiel mir wieder das Telefonat mit Tom von vorhin ein.Also drehte ich mich zu Bill um und fragte ihn ganz scheinheilig „Hast du nich vorhin was von nem neuen Song geschwafelt?“
Bill verschluckte sich an seiner Cola,hustete kurz,sammelte sich und antwortete nuschelnd
„ähm….joa….also…ich hab mich letztens mal hingesetzt und hab den song hier geschrieben.“er kramte ein blatt papier aus seiner tasche und reichte es mir dann.Ich begann die ersten zeilen zu lesen und konnte deutlich merken,dass Georg und Gustav näher rückten um mitlesen zu können.Der Text war nicht schlecht,er war sogar richtig gut,nur seit wann schreibt bill so traurige texte??Normal bin ich von ihm texte mit power gewöhnt.Als wir drei fertig waren mit lesen schauten wir auf.Doch Bill war nicht mehr da.Nur noch Tom saß mit einem Grinsen im Gesicht auf der Couch,die uns gegenüber stand.
„Wo ist denn Bill hin?“wollte ich wissen.Auch Georg und Gustav schauten verwundert drein.
„Ihr müsst wissen,dass der text bill etwas peinlich is.“ „Wieso das denn?Der Text is doch gut,wenn nich sogar genial.“fragte Gustav. „Ich weiß es auch nich so recht…Er hat mir noch nich so viel über den Sinn oder Hintergrund von dem text erzählt.Irgendwie weicht er mir immer aus,wenn ich ihn darauf anspreche.“sagte Tom schulterzuckend. „Komischer kautz“ sagte Georg kopfschüttelnd.
Ich verstand das ganze theater nicht.Bill brauchte sich doch gar nicht wegen dem text schähmen.Der text ist echt gut gelungen und ich würd gern wissen was in dazu bewegt hat so einen text zu schreiben.Ich beschloss mich auf den weg nach bill zu machen. „weißt du wo bill hin gegangen is?“fragte ich tom,der darauf mit dem kopf schüttelte.Also suchte ich zu erst den ganzen proberaum nach bill ab,doch dort war er nirgends aufzufinden.Ich fuhr mt dem aufzug runter bis ins erdgeschoss und tatsächlich fand ich bill draußen auf der treppe sitzen.
Ich setzte mich neben ihn und wartete ab,ob er etwas sagen wollte.Nach 5 Minuten schweigen sagte ich ihm meine meinung über den neuen song „ich finde,dass dein song echt gut gelungen is.“ „Danke.er bedeutet mir auch viel.“sagte er lächelnd. „Willst du mir sagen,was der hintergrund des songs is?“nun schaute ich ihn an und wartete eine reaktion ab.
„Es tut mir leid,aber das kann ich jetzt noch nich.Ich würds dir gern sagen,aber ich kann es jetzt einfach noch nich.“ Bei diesem satz verschwand sein lächeln von gerade eben aus seinem gesicht. „Du verwirrst mich echt.“versuchte ich ihn wieder aufzubauen,doch es gelang mir nicht.Ich fixierte ihn mit meinem blick und sagte mit ernster stimme „Du wirst schon wissen,was der wahre hintergrund des songs is….und du wirst auch den richtigen zeitpunkt für die aufklärung finden…aber lass uns jetzt wieder hoch zu den andren gehen.Okay?“
Er nickte und wir fuhren wieder zu tom,georg und gustav hoch…

Teil 5
Oben angekommen,schmissen wir uns zu den Andern auf das Sofa.
„Bill,jetzt sag doch mal was mit dir los is.“sagte Georg zu Bill und alle schauten nun Bill an.
Er zögerte kurz antwortete dann aber doch „Bitte lacht jetzt nich.“ „nein,wenn du uns die ganze geschichte erzählen willst,dann werden wir bestimmt nich lachen.“munderte ich ihn auf.Bill nahm einen kurzen Schluck aus seiner Red Bull Dose und fuhr dann fort „Ich mach grad so ne Phase durch…ich hab keine ahnung was das für eine phase is…einerseits denk ich,dass ich grad nur etwas wegen dem Plattenvertrag durcheinander bin.Aber dann wenn ich darüber nach denk dann komm ich mir immer blöd vor.Überlegt doch mal…niemals würde mich so eine sache so dermaßen aus der bahn werfen…“ Kurze Stille trat ein bis Tom weiter sprach „Das kann schon mal passieren,bill….nur…du hast grad von einerseits gesprochen.dann muss da auch noch ein andrerseits sein.was is das andre??“ „Tom!Jetzt bedräng ich doch nich so.DU merkst doch,dass ihm das schwer fällt und wenn er’s jetzt noch nich sagen will,dann lass ihn doch in ruhe.“nahm ich Bill in schutz,doch bill erzählte tatsächlich weiter „Danke,aber ich denke,dass ich jetzt über den song reden kann…“ Ich nickte und bemerkte,dass Tom,Georg und Gustav näher kamen,um besser verstehen zu können,da Bill ziemlich leise redete. „…Den song hab ich den letzten paar tagen zusammengeschrieben,er is zwar noch nich perfekt,aber das wird ich schon noch hinbekommen und dann kann mir ja vielleicht auch noch David dabei helfen…Auf jeden fall handelt der Song von einem Mädchen…In letzter zeit fühle ich mich immer mehr zu ihr hingezogen,nur sie bemerkt es nich…und das tut mir ehrlich gesagt sehr weh…aber wer dieses mädchen is sag ich nich!dass bleibt mein geheimnis.“ Wir schauten ihn alle mit großen Augen an und warteten noch kurz ab ob noch etwas von seiner seite her kam,doch er blieb stumm und starrte weiter auf den boden.Gustav brach die bedrückende stille „na ja…jetzt wissen wir wenigstens mal was dich dazu veranlasst hat,so nen song zu schreiben…du darfst dich nich von dem mädchen verrückt machen lassen.versuch einfach an was andres zu denken und lass dich nich von dem liebeskummer zerreissen.“ „Oh ja danke,Gustav,dass hilft mir jetzt aber.Du weißt,dass das nich so einfach is oder?“ „Natürlich weiß ich das.denkst du,dass ich noch nie liebeskummer hatte?dann täuscht du dich aber.“ „Siehste,dann sag so was nich zu mir.“zickte Bill rum. „Ey..fangt jetzt nich an wegen so was zu streiten…Gustav,du überlegst dir vorher was du sagst und du Bill,du versucht freundlicher zu antworten.Okay?“sagte Georg und versuchte Streitschlichter zu spielen.Er schaute zuerst zu Gustav,der ihm zu nickte und dann schaute er zu Bill,der ihm auch nur grummelnd zu nickte.
Innerlich musste ich leicht in mich reinlachen.Es ist schon komisch wie Bill sich aufführt wenn er verliebt is aber keine Zuneigung von der anderen seite bekommt.Ich würde echt zu gern wissen wer denn das Mädchen is,welches Bill so sehr den Kopf verdreht hat…Das Mädchen muss schon blöd sein,so einen süßen Jungen zu übersehen.Wenn ich ihn mir mal genauer anschaue,dann isser wirklich ganzschön niedlich.Seine braunen Rehaugen.Obwohl ich eher auf grüne Augen stehe,sind seine braunen Augen nicht schlecht…Dann seine Art wie er spricht,wie er isst,wie er läuft und seine Stimme.Ja,seine stimme ist einfach der Hammer.Wäre ich das Mädchen,dann würd ich ihn mir sofort schnappen…Was denke ich denn schon wieder da???Ich hab doch meinen Freund.Eigentlich dürfte ich so was gar nicht denken. „HALLO!!!“jemand rüttelte an meinem Arm und wedelte mit der Hand vor meinem Gesicht rum.Ich blinzelte kurz und fragte dann verdutzt „Was is denn los??“ „Dein Handy klingelt.“sagte Tom und deutete mit dem finger auf meine Tasche,die tatsächlich töne von sich gab und im takt dazu vibrierte. „Ja?“ „Ich bins.kumsch jetzt heit owid?“ „Is das heut abend??ich dachte,dass Konzert wär erst nächste woche.“ „Nein.das konzert isch heit owid.Ich hab dir scho was zu esse un was zu trinke mitgebracht.Also kum gefälligscht.“ „Ja is ja gut.ich komm heut abend.wer is noch alle mit dabei?“ „De Mike,de Tobi,de Sven un de Jan sin noch dobei.Um 21 Uhr isch eilass.also sei pinktlich!!!“ „Ok.21 Uhr.Ich bin ne halbe stunde vorher da.“ „Gut.Bis nachher.“und schon konnte ich ein klicken in der leitung hören und ich steckte das Handy wieder in meine Tasche…

Teil 6
Vier Augenpaare waren nun auf mich gerichtet. „Wer war das?“fragte Bill.Ich atmetet tief aus und nuschelte leise „Tobias“. „Oh!....ich verstehe.Was is los?“ „Ich muss heut abend mit ihm und seinen Kumpels auf tour gehen.“erklärte ich ihnen und schaute auf meine Uhr.Mit entsetzen musste ich festsellen,dass es schon kurz vor 19 Uhr war. „Sorry Leute,aber ich muss los.ich muss mich noch fertig machen,bevor ich mich mit Tobias treff.“sagte ich und hängte mir meine tasche um.Bill,Tom,Gustav und Georg nickten und widmeten ihr aufmerksamkeit wieder anderen dingen zu…Mit lautem Knarren hielt der aufzug und ich fuhr runter in das Erdgeschoss…
Zu Hause angekommen ging ich stell unter die Dusche.Ich schminkte mich schnell und stopfte noch schnell irgendwelche Sachen in meinen Rucksack.Mit einem „Tschüssi!“rannte ich an der Wohnzimmertür vorbei und hoffte,dass meine Ersatzmutter nich nachfragen würde wohin ich jetzt noch wollte.Doch da hatte ich dieses Mal Pech… „Wo willst du hin?“ kam es aus dem Wohnzimmer.Ich lief zurück und trat ins Wohnzimmer ein „Ich wollt mich noch mit Tobias und den Andren treffen.“ „Ahso und wann kommst du wieder?“ „Ich denke,dass ich nich vor morgen früh wieder zu hause bin…weil heut is ein konzert und danach geht’s noch weiter auf ne party.“ „mhm…na ja ok.aber pass auf dich auf und stell keinen unfug an.“ Ich nickte und rannte schon fast zur Bushaltestelle.In 10 Minuten sollte ich am Treffpunkt sein und wenn der Bus nich bald hinmachte,dann kam ich zu spät und konnte mir wieder was von Tobias anhören.
Ich stieg aus dem Bus aus und konnte schon die Menschenmasse vor der halle stehen sehen.
„HEY HIER !!!“hörte ich jemanden hinter mir rufen.Ich drehte mich um und entdeckte Tobias und seine Kumpels unter einem Baum stehn.Mit hängendem Kopf ging ich zu ihnen hin.Ich wusste genau was jetzt kommen würde.Tobias würde mich vor allen lächerlich machen,indem er mich beschimpfte und ich mir das einfach so gefallen lassen würde.
Ich fragte mich immer wieder wieso ich mir das alles gefallen lasse.Schon oft wollte ich mich von ihm trennen,aber ich hatte es nie geschafft.Immer wieder war ich von ihm abhängig,weil nur er mir mein Zeug beschaffen konnte. „Was soll des???Wieso bisch du zu spät?“ „Ich war vorhin noch mit Bill und Tom bei den Proben und dann bin ich nach unsrem gespräch nach hause gegangen um mich noch schnell fertig zu machen.“ „Ja klar….verasrchen kannsch die oma..oh sorry..die lebt ja gar nimmi.“sagte er mit sarkastisch.Am liebsten hätte ich wieder angefangen zu heulen,aber das konnte ich mir vor den andren hier nicht leisetn.Dann wär ich das Gespött schlecht hin. „Es tut mir leid..ich versprech dir,dass so was nich mehr vorkommen wird.“ „Sicher doch…lass uns jetzt reingehn.“sagte er und schmiss mir ein Päckchen mit weißem Pulver zu.Ich stecke das Päckchen schnell in meine jackentasche und vernahm die kichernden Geräusche im mich rum.Und wieder hatte er es geschafft.Schon wieder hat Tobias mich vor allen lustig gemacht.Ich fragte mich echt warum ich hier stand.Ich wusste ganz genau das mich keiner von Tobias seinen Freunden leiden konnte.Sie nahmen mich nur an,weil ich Tobias seine Freundin war.Wär ich einfach so eine Mitläuferin,dann würden sie mich niemals akzeptieren…

Teil 7
Wir traten alle in die große Halle ein.Vor uns hatten sich schon ein paar Leute versammelt und warteten gespannt auf ihre Band „Iron Maiden“.Wie ich diese Band hasste,aber ich musste mir das alles wegen Tobias antun.Ich fragte mich wieso ich eigentlich immer zu Tobias ging,mir konnte bestimmt auch ein anderer meinen stoff besorgen..aber dann würde das Tobias mitbekommen und ich wär verloren.Er würde mich windelweich schlagen…Wir setzten uns an die Bar,welche an der Seite der Halle war. „Na??Fräsch disch schun?“ „Man ey Tobias.Red doch mal deutsch,das is ja echt nich mehr schön.“ Hatte wirklich ich das gerade gesagt??Ohoh…das wird ärger geben. „Ach…hosch was gege meinen dialekt?“ ich wusste nicht mehr was ich jetzt machen sollte.Gerade wollte ich ihm eine antwort geben,da kam Sven uns dazwischen.Sven laberte Tobias mit irgendeinem Zeugs voll wovon ich keine Ahnung hatte.Ich wollte mich auch gar nicht anstrengen und dem gespräch folgen.meine gedanken kreisten immer noch um meinen ausrutscher von gerade eben.
Mein Herz raste wie wild und ich konnte sichtlich merken wie mein Verlangen nach meinem Wundermittel stieg.Ich hatte so riesige angst davor was wohl passierte wenn das konzert vorbei war und wir weiter um die häuser zogen.Vielleicht hatte Tobias ja den kleinen vorfall bis da hin vergessen.Ich konnte einfach nur hoffen.mehr konnte ich im moment nicht tun.
Das konzert begann und alle waren vor freude außer sich.Alle,außer ich.Mit meinem mittlerweile vierten Wodka-Red Bull blieb ich allein an der bar zurück.Ich nutzte die zeit um die leute beim abrocken zu beobachten.wie kann man nur zu der musik abrocken?okay…es ist heavy metal…schlechter heavy metal.Diese anblicke schüttelten mich und ich drehte mich wieder zur bar um und bestellte gleich ein neues glas Wodka-Red Bull.
Nach einer weile kamen Tobias und seinen Arschkriecher wieder zurück und gröhlten wie die bekloppten ihre lieblingslieder.Tobias setzte sich neben mich,doch neben ihm saß nicht wie gewöhnlich sven oder jan,nein,es saß eine tusse,mit zu großen tattoos auf den armen und piercing überall im gesicht neben ihm.Ich stubste Tobias am arm an woraufhin er sich mit genervtem blick zu mir umdrehte. „Ähm..wer is das denn?“fragte ich mit gespielter treuer stimme. „Das is sandra.“ Ich nickte wissend und er drehte sich wieder zu sandra um.Ich betrachtete Sandra noch einmal von oben bis unten,bis mir schlagartig etwas auffällt…Hatte Tobias gerda eben ganz normal mit mir gesprochen und nich in seinem bescheuerten dialekt?Ich konnte es nich glauben und stubste ihn noch einmal am arm an. „Was is denn jetzt schon wieder?“ fragte er mich genervt. „Ich wollt dich nur fragen wo wir nachher noch hin gehen?“erfand ich schnell.Tobias zuckte nur mit den schultern und widmete seine volle aufmerksamkeit sandra.Tatsächlich!Er redet nich mehr in seinem dialekt.Ich freute mich so sehr,dass ich es endlich geschafft hatte mich gegen tobias durch zu setzen,dass ich am liebsten in die luft gesprungen wär,doch das durfte ich nich machen.zumindest nich hier vor tobias.der würde mich wieder nur anschreien und sonst was machen.Also drehte ich mich mit dem rücken zur bar und fing wieder an meinem hobby nachzugehen.Leute beobachten.Ich achtete eine ganze weile nich auf meine „freunde“,ich hatte es auch nich nötig,denn mitten in der halle waren ein paar leutchen,die sich äußert merkwürdig verhielten und die musste ich einfach beobachten.hier ist es wie im kino.hinsetzen und einfach beobachten.Um 2 uhr wollten wir uns alle draußen vor der halle versammeln um zu besprechen wo es als nächstes hingehen sollte.Wir?Eher Tobias,Sven und Jan.Die drei waren eindeutig die absoluten anführer von uns.Was ich allerdings nich verstehen konnte,da so mancher aus der clique Tobias oder Sven locker krankenhausreif schlagen könnte.
Tobias hatte sandra mit rausgenommen und hielt sie immer ganz dicht bei sich.Dieser anblick,wie die beiden sich immer wieder heiße blicke zu warfen,tat mir weh.dabei liebte ich ihn doch gar nich mehr oder vielleicht doch?...Nein,ich konnte tobias gar nich mehr leiden.was er mir schon alles angetan hatte,das konnte man niemandem so schnell verzeihen.

Teil 8
Ich stand etwas abseits von der gruppe.Von hier aus konnte ich die lage in ruhe beobachten.Mein blick schweifte von Gruppenmitglied zu gruppenmitglied.
Keiner von dem haufen interessierte mich großartig.Alle hingen sie besoffen aneinandern und lallten sich gegenseitig irgendwas vor,was eh kein schwein verstand.Doch als mein blick auf Tobias und sandra fiel blieb ruhten sich meine augen auf diesem anblick aus.Beide lagen sich in dem armen und tauschten heiße küsse aus.Mein herz sankt mir in die hose.Was sollte das denn?Tobias war echt das größte arschloch aller zeiten.Zuerst machte er mir wieder hoffnung indem er freundlich zu mir war und das tat worum ich ihn gebeten hab und dann so was.
Wäre mir nich so verdammt übel und schwindelig hätte ich die beiden auseinander gerissen.
Mein herz brannte vor schmerz in meiner brust.Dieser anblick ließ alles in mir in tausend kleine einzelteile zerspringen.Ich wollte es nie wahr haben,doch in diesem moment wurde mir schlagartig kalr,dass ich tobias immer noch liebte.Meine augen füllten sich mit tränen,jedoch wollte ich nich vor allen leuten anfangen zu heulen.
„Was stehst du hier hinten rum?“weckte mich eine stimme aus meinen gedanken auf.Ich blickte auf und schaute in das gesicht von Jan.Auf jan war ich schon einmal eingefallen.Wir führten eine geheime beziehung.jedoch bin ich damals nur mit ihm zusammengegangen,weil er in sachen frauen das komplette gegenteil von tobias war.Jan hatte einen immer auf händen getragen,alerdings tat er das nur so lang wie du seine spielchen auch mitgemacht hast.Als ich mich von ihm trennte konnte ich plötzlich keinen vernünftigen satz mehr mit ihm sprechen.Von da an war ich für ihn nur noch eine Person in seiner clique.Seit dem hatte er sich total verändert.Für ihn waren die frauen nur noch da um mit ihm Matratzensport zu betreiben. „Mir geht’s nich so gut,dann wollt ich nich so im gedränge stehn.“antwortete ich ihm,wobei er mir noch nich einmal in die augen sah. „Aha.kommst du jetzt noch mit zu den Vampires?“ Alles nur nich die Vampires.Zu alles hätte ich mich überreden lassen,nur nich dazu,dass ich mit zu den Vampires gehen sollte.Die Vampires sind eine gang von motorradfahrern,die allesamt über 40 jahre alt waren und nichts bessere zu tun hatten als sich jedes wochenende voll laufen zu lassen. „Nee du.Ich glaub ich sollt nach hause gehen.Mein kopf tut echt saumäßig weh.“erfand ich schnell.Ohne ein nicke oder sonst ein zeichen drehte Jan sich um und lief wieder zu dem rest der truppe.Sobald Jan bei ihnen war liefen alle los.Keiner schaute noch einmal nach mir.Allen war ich egal,sogar Tobias.
Ich schaute auf die uhr und musste festsellen,dass es mittler weile schon kurz nach 3 uhr morgens war.Busse fuhren um die uhrzeit keine mehr.Was sollte ich bloß machen?
Plötzlich fing meine tasche an zu vibrieren.Mit einem griff hatte ich mein handy in der hand.
„Ja?“ „Hey,ich bins.“ „Hey Bill.Du?kann ich heut nacht vielleicht bei euch schlafen?“fragte ich verlegen. „Ähm ja.ich denke,dass dürfte kein problem sein.aber wolltest du nich noch mit tobias weggehn?“ „Nee.das hat sich erledigt.also kann ich jetzt noch vorbei kommen?“ „Jap kein problem.wann biste dann hier?“ „Ich weiß nich.ich bin noch an der halle und muss zu euch laufen weil keine busse mehr fahrn.“ „Oh.das is natürlich schlecht.weißte was.dann komm ich dir mit dem fahrrad entgegen.lauf schon mal los.“ „danke bill.du bist echt ein schatz.“freute ich mich heute zum ersten mal. „Das mach ich doch gern.bis gleich.“ „ok.tschüssi.“ Ich war gott so dankbar für diesen menschen.wie konnte jemand nur so einfühlsam sein?Mit dieses gedanken lief ich los.Nach ein paar hundert metern hatte ich meine glücksgefühle schon wieder verschwendet und hatte einen enormen drang nach erlösung.Ich griff erneut in meine tasche und suchte nach meinem weißem pulver.Als ich die kleine plastiktüte zwischen meinen fingern fühlte zog ich sie eilig heraus.Ich kniete mich auf den boden und baute mir so gut wie es nur ging eine Line auf meiner Jeans.Ich bekam es mit der angst zu tun.was wäre passiert wenn bill plötzlich um die ecke gefahren käme?
Meine sucht war größer und ich zog schnell die kleine Line in die nase.Mein herz pochte wie willt und mein körper verlangte mehr von dem weißem pulverchen.Gerade war ich dabei mir eine neue Line zu bauen als plötzlich Bill auf mich zu gefahren kommt...

Teil 9
Mein ganzer Körper beginnt zu zittern. Hastig verwische ich die letzten überreste des pulvers und schaue wieder in die dunkelheit vor mir. Das klappern von bills fahrrad kommt immer näher. In mir steigt panik auf. Was ist wenn bill mich beim schnupfen beobachtet hat? Wenn er irgendetwas bemerken wird. Er wird mich auf ewig hassen. Dann bin ich wieder ganz alleine auf dieser welt.
Langsam beruhigt sich mein körper wieder. Das zittern wird immer weniger und als bill direkt vor mir von seinem fahrrad steigt,da hört das zittern fast komplett auf. Meine beine fühlen sich wie gummi an. Ich sehe zu bill hoch und erkenne sein unverwechselbares gesicht. Seine jetzt geschminkten augen,sein näschen,seine wundervollen lippen und seine ausgefallene frisur. Er sieht ebenfalls zu mir runter und beginnt leicht zu lächeln. „Warum sitzt du da unten auf dem boden?“ „Ich konnte nich mehr stehen und da hab ich mich einfach auf den boden gesetzt.“ lüge ich ihm etwas vor. „Tut mir leid,dass es so lange gedauert hat. Ich musste mich erst noch anziehn.“ Bills lächeln verschiwndet von seinem gesicht,allerdings bin ich jetzt die jenige,die anfangen muss zu lächeln. Der gedanke wie bill eingekuschelt in seinem bett liegt,sich für mich aufrappelt und dann noch kilometerweit mit dem fahrrad fährt,ist einfach zu süß. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin…Ich würde nicht noch mal aufstehn,wenn mich irgendeiner mitten in der nacht aus dem schlaf holen würde. „Macht doch nichts. Ich bin dir sowieso schon unendlich dankbar dafür,dass du mich hier abholst.“ versuche ich ihn warm an zu lächeln. Auch bil muss wieder anfangen zu lächeln. Für einen kurzen moment sehen wir uns einfach nur an. Das mondlicht umrandet sein gesicht so wunderschön. Dieser anblick macht es mir nich viel leichter von ihm wegzusehen. „Wollen wir dann los?“ unterbricht er die stille. Ich schaffe es von ihm wegzusehen und stehe mit weichen knien auf.
Nebeneinander laufen wir durch die unendliche dunkelheit. Ab und an wechseln wir ein paar sätze. Bill ist einfach zu müde um große konversationen zu starten. Ich kann ihm sehr gut ansehen,dass er sich nach seinem bett sehnt. Trotzdem läuft er still und nich meckernd neben mir her. Wieso macht bill das eigentlich für mich? Er weiß schließlich ganz genau,dass ich das hier nie für ihm machen würde. Ich kann bill nich verstehen.
Den ganzen restlichen weg mache ich mir über bill gedanken. Die tatsache,dass bill mir sein bett zum schlafen anbietet macht die sache nich gerade viel einfacher. Eigentlich sollte ich doch an tobias denken. Schließlich sind wir beide schon eine ewigkeit zusammen und haben schon so zeimlich alles miteinander erlebt. Doch wenn ich bill am anderen ende seines zimmers auf seiner couch liegen sehe,da kann ich gar nich an tobias denken. Bill ist ganz anders als Tobias. Tobias muss ständig den großen macker raushängen lassen und bill…ja bill ist so lieb zu mir. Sein kindliches aussehen macht ihn dazu noch unwiderstehlich süß. Wenn ich so über tobias und bill nachdenke,dann wird mir von sekunde zu sekunde immer klarer,dass ich tobias gar nich mehr richtig liebe. Dank meines gedankenchaos bekomme ich kopfschmerzen und drehe mich mit dem rücken zu bill. Nach wenigen minuten werden meine gedanken immer vernebelter,bis ich endgültig einschlafe…

Teil 10
Am nächsten morgen werde ich von den sonnenstrahlen auf meinem gesicht geweckt. Ich strecke mich und reibe mir genüsslich die augen. Mit einem herzhaften gähnen drehe ich mich auf die seite und blicke genau auf die couch,auf der bill heute nacht geschlafen hatte. Allerdings liegt dort jetzt kein bill mehr. Wo ist er hin? Und als ob bill meine gedanken lesen könnte öffnet er die tür zu seinem zimmer. Sicherheitshalber ziehe ich meine decke ein stückchen höher. „Nein man! Seit wann bin ich so wie du?“höre ich bill,der im türrahmen steht,raus auf den flur schreien. „Die frage hättest du dir jetzt sparen können.“lacht tom vom flur aus zurück. „ach komm. Auf so was hab ich grad echt keinen bock.“ Rums! Mit voller wucht knallt bill seine zimmertür zu. „Wo er recht hat.“lache ich leise. Ruckartig dreht sich bill zu mir um. „Oh scheiße. Sorry! Ich wollte dich nich wecken. Tom hat mich grad eben nur tierisch aufgeregt und da konnte ich einfach nich still halten.“ Entschuldigt sich bill bei mir. „Macht nix. Ich war so wie so schon wach. Nur die tür hättest du nen tick leiser knallen lassen können.“ „Das wird ich mir für die zukunft merken...trotzdem sry.“ „jaja is ja gut. Du musst dich nich tausend mal bei mir entschuldigen. Einmal reicht auch.“lächle ich ihn warm an.
„wenn du es sagst. Möchtest du vielleicht irgendwas zum frühstück oder so?“fragt er mich lieb. „Mir reicht ein brötchen und was zu trinken. Danke.“ „Sonst noch irgendwas?“ „Ich würd mich gern anziehn.“ „okay.ich mach dann mal das frühstück fertig.“ Verlegen verlässt bill das zimmer und schließt leise die tür hinter sich. Seufzend lasse ich mich noch einmal kurz in die federn fallen. Wieso finde ich bill plötzlich so süß? Das is doch nich mehr normal. Vielleicht habe ich mich ja wirklich in bill verliebt. Wer weiß?....Quatsch! Ich soll über so dämliche sachen doch nich nachdenken. Ohrfeige ich mich selbst und stehe auf.
Unten in der küche angekommen setze ich mich neben bill auf einen der vier stühle. Auf dem tisch ist es für drei leute gedeckt. „Isst tom mit uns?“ „ja leider.“nuschelt bill in sein mit nutella beschmiertes brötchen. „aber wehe ihr fangt während dem essen an zu streiten.“beschwere ich mich.
Wenige minuten später sind kleine schlurpsende schritte aus dem flur zu hören. Die schritte kommen immer näher bis tom im türrahmen steht. Dort bleibt er stehen und grinst uns schelmisch an. „was soll das denn jetzt?“frage ich tom verwirrt. „Ach nix. Ich hab nur grad über was nach gedacht.“ Jetzt muss tom noch mehr grinsen. „Ja klar tom. Das glaubt dir jetzt jeder.“fängt bill an rum zu zicken. „Kann mich jetzt bitte mal einer aufklären!“ ich will endlich mal wissen was hier los ist. „guck nich mich an. Guck den ehrenwerten herren im türrahmen an.“ Manchmal könnte ich mit den beiden echt wahnsinnig werden. Fragend schaue ich tom an,der nur mit den schultern zuckt. „Männer!“saufzte ich und greife nach der marmelade.

Teil 11
Fertig gefrühstückt und frisch geduscht sitze ich mit Bill oben auf seinem zimmer. Schon eine ganze weile herrscht totelstille zwischen uns. Ich bin schon ernsthaft am überlegen ob ich einfach aufstehen und gehen soll. Aber das kann ich bill nich einfach so antun. Aus dem augenwinkel beobachte ich Bill. Er schaut sich mit großer begeisterung seine poster an. Ich folge seinem blick und kann am anderem ende seines zimmer ein nena poster erkennen. Ich kann die frau einfach nich ab haben. Schon allein ihre musik ist ein guter grund dafür.
Gleich neben dem nenaposter hängt noch ein poster von Green day und The Rasmus. Ja das gefällt mir schon viel besser. Green Day sind ja schon nen geile band,aber The Rasmus sind noch viel geiler. Ich kann mich noch ganz genau an das Konzert vom letzten jahr erinnern. Da sind bill und ich extra schon 9 uhr nach berlin gefahren und das nur,dass wir so weit wie möglich vorne stehen. Das war irgendwie lustig. Heut würde ich so was wahrscheinlich nich mehr machen. Meine zeiten als lauri Groupie sind endgültig vorbei.
Plötzlich schaut bill mich von der seite an. „Kann ich dich mal was fragen?“ „ja klar.schieß los.“ Was soll denn schon so schlimm sein,dass du mich fragst ob du mich was fragen darfst. So schlimm kanns ja nich sein. „Was war eigentlich gestern abend bei dir und tobias los?“
„Wie was war gestern bei tobias und mir los?“ Muss Bill denn jetzt damit kommen? Auf alles war ich gefasst,nur nich auf dieses thema. Aber so wie es aussieht muss ich wohl oder übel die sache aufklären. „Weil du zuerst zu ihm gerufen wurdest und ein paar stunden später sollte ich dich abholen. Da muss doch irgendwas vorgefallen sein. Sonst muss ich dich doch auch nie mitten in der nacht abholen.“ Oh je,der bringts aber ganz schön auf den punkt. Bill macht es mir echt nich leicht mich aus der sache rauszureden. Augen zu und durch.
„aso das meinst du. Also wir warn zuerst auf dem konzert und da gings ja eigentlich noch. Stell dir vor. Tobias hat sogar einmal auf mich gehört und wie ein normaler mensch geredet,aber das wars dann auch schon wieder. Später hat tobias dann irgend so ne tussi kennengelernt mit der er nach dem konzert nach hause gegangen is. Ich weiß jetzt nich mehr genau ob er mich auch mitnehmen wollte oder nich. Ich glaub ich hab den gestrigen abend schon verdrängt.“ Traurig sehe ich in bills braune kulleraugen und fühle mich gleich wieder geborgen. „Du arme.“ Mit diesen worten nimmt bill mich in seine arme. Just in diesem moment kommt tom in bills zimmer gestürmt.Sein blick fällt sofort auf uns beide wie wir arm in arm auf bills bett sitzen. Toms augen werden von sekunde zu sekunde immer größer. „Oh…ich glaub ich stör hier.“ „Tom! Das…“ Und schon ist die tür wieder ins schloss gefallen. Ruckartig lösen wir uns aus unsrer umarmung und starren uns gegenseitig an…

Teil 13
Verdattert sieht mich simone an. Hab ich irgendwas falsches gesagt? Schlagartig komme ich mir erwischt vor,vor was auch immer. „Jap. Beide sind oben auf ihren zimmern.“antwort sie mir immer noch freundlich. Erleichtert schänke ich ihr ein lächeln und trete nun in das haus ein. Ich glaube ich bilde mir langsam sachen ein,die in wirklichkeit gar nich passieren. Vielleicht sollte ich meine tägliche dosis etwas senken. Das zeug macht mich noch krank im kopf.
Oben angekommen klopfe ich sachte an bills zimmer tür. Sogleich kommt von innen ein genervtes „ja“. Unsicher öffne ich die tür und stecke meinen kopf in das zimmer. „darf ich reinkommen?“frage ich jetzt noch unsicherer. Erschrocken dreht bill seinen kopf zu mir und starrt mich entsetzt an. Sekunden herrscht eine peinliche stille im raum,bis bill sich wieder fasst. Er steht von seinem bett auf und kommt auf mich zu. „komm rein.“sagt er genauso freundlich wie seine mutter und zieht die tür ein stück weiter auf. Sofort wird der fernseher ausgeschalten und anstatt „freunde das leben beginnt“ läuft jetzt leise musik im hintergrund. Ich versuche zu ignoerieren,dass ich mit Nena voll geleiert werde.
Wieder sehen wir uns einfach nur an. Das treibt mich noch in den wahnsinn. Lange halte ich das mehr aus und ich falle bill an. Dann gehört er mir ganz allein. Da hab ich schon wieder den beweis. Ich denke nur sinnloses zeug. „wo ist tom?“frage ich,sonst wär ich hier noch blöde geworden. „Der is drüben in seinem zimmer. Wieso?“ „ach nur so. hat er noch mal was wegen dem kleinen vorfall von letzter woche gessagt?“ plötzlich verfinstert sich bills blick. Ich kann in seinen augen die aufkommende wut sehen und sofort tut es mir leid ihn danach gefragt zu haben. „sorry,das nächste mal halte ich die klappe.“entschuldige ich mich bei ihm,doch er schüttelt mit dem kopf. „nein.du musst dich nich entschuldigen. Es ist nur…tom liegt mir den ganzen tag damit in den ohren. Am anfang hab ich versucht alles zu ignorieren,aber du kennst mich. Irgendwann ist mir dann mal der geduldsfanden gerissen und ich hab mich tierisch über ihn aufgeregt. Sicherlich brauch ich nich zu erwähnen,dass mein ausratser dazu geführt hat,dass tom sich bestätigt fühlt und jetzt nur noch mehr nervt.“wütend blickt er auf den boden. „och nee oder? Wie alt ist der denn? Ich glaub ich muss mal wieder ein wörtchen mit deinem bruder reden.“ Entschlossen will ich aufstehen,aber bill zieht mich zurück auf das bett. „nein geh jetzt nich zu ihm rüber. Wenn du dich auch noch über in aufregst,dann wird das nie enden. Lass ihn einfach dumm quatschen ja?“bettelnd sieht er mich an. Diesem hundeblick kann ich einfach nich widerstehen. Ich nicke kurz und lege mich mit dem rücken aus das bett. Und wieder ist es still im raum. Nichts gibt einen mucks von sich,außer der CD-Player von bill. Am liebsten würde ich das ding aus dem fenster schmeißen. Schon zum fünften mal höre ich mein am aller meisten gehasstes lied von Nena. 99 Luftballons. Ich kann das lied noch mehr hören. Die ganzen jahre. Von früh bis spät. Ständig lief „99 luftballons“. Allmählig hab ich das gefühl,dass bill nur dieses eine lied von Nena besitzt. Genervt stöhne ich auf. „is es das lied?“fragt bill,als ob er meine gedanken lesen könnte. „leider ja. Du weißte ja. Nena is nich mein fall. Wärst du bitte so lieb und legst was andres ein?“ dieses mal sehe ich ihn bettelnd an und er steht tatsächlich auf um die CD zu wechseln. Nach wenigen sekunden schallt mir „First day of my life“ von The Rasmus entgegen und ich sinke wieder seufzend in die kissen zurück. „Du liebst die stimme oder?“ ertappt schaue ich zu bill auf. Kann der meine gedanken lesen oder kann er es nich? „ja,aber das weißt du doch…aber deine stimme is genauso schön.“ Ich reiße meine augen weit auf. Habe ich das grad eben wirklich gesagt? Schockiert sehe ich in bills grinsendes gesicht. Also habe ich es wirklich gesagt. Dabei ist mir das doch nur so rausgerutscht. „Danke.“freut sich bill. Ich muss ganz schnell vom thema ablenken. Aber mit was nur? Ah…da kommt mir die idee. „sag mal. Deiner neuer song,den du uns letzte woche im proberaum gezeigt hast. Is der jetzt schon fertig oder kannst du mir zumindest sagen wovon er handelt?“ Fragend schaue ich bill an. Sofort sieht er in irgendeine ecke seines zimmers. Aha…erwischt! „na komm. Jetzt sei doch nich so schüchtern. So bist du doch sonst nich.“necke ich ihn ein wenig. „tut mir leid. Seit letzter woche hab ich noch nich weiter geschrieben….und ich sag dir nich wovon der song handelt bis ich ihn fertig geschrieben habe.“ Entschuldigend sieht er mich an. „okay. Dann muss ich wohl noch ein bisschen warten. Macht ja nix. Jetzt mal ein anderes thema. Geht ihr heute abend noch weg oder so?“lenke ich heute schon zum zweiten mal von thema ab. Bill hat sich wieder entspannt und zuckt mit den schultern. „da muss ich mal tom fragen,aber soweit ich weiß is für heute nix mehr geplannt,weil alle irgendwo unterwegs sind.“ „ja auf,dann frag mal deinen ehrenwerten bruder.“ Wie auf befehl dreht sich bill um und verschwindet in toms zimmer. Kurz darauf erscheint er wieder im türrahmen mit tom im schlepptau. Tom schlägt uns ein paar sachen vor,die er heute noch machen würde. Aber alles hat irgendwas mit HipHop zu tun und das wollen bill und ich uns nich an tun. Letzten endes entschließen wir uns dafür ein gemütlichen DVD abend zu machen und eine runde zu chillen…



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